#28daysofblogging….Baozi zum chinesischen Neujahr

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Seit September gehe ich wieder in die Schule. Ich lerne Chinesisch, die Sprache meiner Oma. 
Ich habe chinesische Wurzeln auf die ich sehr stolz bin, meine Oma war Chinesin, meine Mutter wurde in China geboren und wuchs dort auf bis sie mit 7 Jahren nach Deutschland kam. Für die Familie war es weder in China leicht noch als sie nach Deutschland kamen. In beiden Ländern waren sie Ausländer, sahen anders aus, hatten eine andere Kultur. In den 1950er Jahren war es auch kein Spaß, Ausländer in einem Dorf in der Eiffel zu sein, noch viel weniger war es allerdings einfach, Ausländer in China zu sein. Mein Opa war Deutscher, der darum kämpfen musste, bei seiner Ausweisung aus China die Familie mit nach Deutschland nehmen zu dürfen.

Chinesisches Neujahr feiern mit Baozi

Vor 14 Jahren bin ich schon mal zum Chinesischkurs gegangen, damals lebte meine Oma noch und sie war ziemlich stolz auf mich 😉

Dann wurde Lina geboren, die deren Name chinesisch ist (莉娜), denn so hieß meine Mutter damals in China auch. Als sie nach Deutschland kam, bekam sie einen deutschen Namen und verlernte schnell die Sprache, was sehr schade ist.

Die Zeit, abends in die Schule zu gehen war als frisch gebackene Mutter nicht mehr da und so schob ich den Sprachkurs weit von mir weg….bis mein Großonkel uns einlud ihn zu seinem 90. Geburtstag zu besuchen. Meine Eltern sagten, sie würden sich sehr freuen, wenn wir alle mitkämen. So sind wir nun also 14 Personen (meine Elter, Geschwister, Nichten und Neffen und wir), die in den Osterferien nach China fliegen.
Als kleine Reisevorbereitung habe ich im September also wieder mit dem Sprachkurs angefangen.
Der erste Kurs ist nun auch schon wieder vorbei, in ein paar Wochen beginnt mein nächster Kurs und in den Osterferien fliegen wir wie gesagt nach China. Wen unsere Reise interessiert, der findet Fotos und Infos hier auf dem Blog oder bei Instagram #chinamitkindern oder #kinderkuecheunterwegs.

Baozi - gefüllte Teigtaschen Baozi - gefüllte Teigtaschen mit Schweinefleisch und Bohnen

Als ich Kind war, wurde unsere Familie immer zum chinesischen Neujahr in die Botschaft nach Bonn eingeladen. An viel kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch genau, daß es viel zu essen gab und daß es extrem lecker war! An Baozi erinnere ich mich sehr gut, die gab es herzhaft mit Schweinefleisch gefüllt und süß gefüllt mit Bohnenpaste. 

In keinem Restaurant habe ich jemals Baozi bekommen, und meine Oma hat sie auch nie gemacht, dafür viele andere leckere Gerichte. Aber Baozi war irgendwie etwas besonderes das ich mit dem chinesischen Neujahrsfest verbinde.
Aus diesem Grund möchte ich heute, zum chinesischen Neujahr heute gerne Baozi machen. Und als Erinnerung an meine Oma.
chinesische Rezepte: Baozi mit Fleisch und Bohnen gefüllt

Rezept für Baozi mit Schweinefleischfüllung (包子)

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 350 g Weizenmehl
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 160 ml warmes Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • Für die Füllung:
  • 300 g Hackfleisch
  • 300 g Bohnen
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln fein gehackt
  • Ingwer 0,5 cm lang geschält und fein gehackt
  • 2 EL helle Sojasauce
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 2 TL Salz
  • Pfeffer
  • 1 EL Sesamöl

Anleitungen

  1. Die Hefe in einen Teil des warmes Wassers bröseln und auflösen.
  2. Mehl, Salz, Hefewasser in eine große Schüssel geben und mit dem Mixer auf niedriger Stufe kurz mischen. Das restliche warme Wasser dazugeben und mit dem Mixer auf mittlerer Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig sollte weich aber nicht klebrig sein. Zudecken und im warmen Ort ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Das Hackfleisch mit Ingwer und Frühlingszwiebeln, dunkler Sojasauce in einer Schüssel mischen, dann im Kühlschrank 15 Minuten ruhen lassen.
  4. Die Bohnen waschen, 5 Minuten in kochendem Wasser nicht zu weich kochen. Herausnehmen, abtropfen und fein hacken.
  5. Bohnen und Hackfleisch mit Salz, Sesamöl, Pfeffer und heller Sojasauce mischen.
  6. Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestreuen. Den Teig zuerst noch gut kneten, dann zu einer Stange rollen und in 16 Stücke schneiden. Mit der Handfläche die Teigstücke platt drücken, dann mit Nudelholz zu einem Fladen (handflächengroß) ausrollen.
  7. Etwa 1 EL Füllung in die Mitte des Teigfladen legen.
  8. Die Baozi auf die linke Handfläche legen. Den Rand der Baozi nach oben ziehen und
  9. zusammendrücken bis der ganze Baozi verschlossen ist. (Juan zeigt und erklärt hier genau, wie die Baozi geschlossen werden. Ich bin da nicht so fähig gewesen, deswegen habe ich sie einfach geschlossen. Bei ihr schaut es natürlich schöner aus!)
  10. Kaltes Wasser in einem Topf geben. Backpapier in Stücke schneiden und jedes Baozi auf das Papier in den Dämpfer legen. (Das hilft, dass die Baozi nicht am Dämpfer kleben bleibt.) Den Dämpfer etwa 10 Minuten geschlossen stehen lassen damit der Hefeteig ruhen kann.
  11. Bei starker Hitze das Wasser aufkochen und die Baozi mit geschlossenem Deckel 15 Minuten dämpfen. Ein paar Minuten ruhen lassen, bevor der Deckel abgenommen wird, damit die Baozi nicht einfallen.
  12. Während die erste Portion gedämpft wird, die übrigen Baozi zugedeckt ruhen lassen.
  13. Backpapier vor dem Servieren abnehmen und die Baozi in Sojasauce dippen.


Baozi kochen - Reisevorbereitung für die Chinareise

 

Das Rezept und viele weitere echte chinesische Rezepte findet ihr bei Juan auf einfach-chinesisch-kochen. Sie hat auch Fotos parat von den Arbeitsschritten, die ich mir allerdings gespart habe.
Ich freue mich so sehr auf unsere China-Reise! Es wird das erste Mal sein, daß meine Kinder nach China fliegen, ich kenne bis auf den Großonkel niemanden von den 45 Verwandten dort und bin sehr gespannt…. Hoffentlich kochen die Tanten und Cousinen mal mit uns…..

authentisches chinesisches Rezept für Baozi

 

VG und ein fröhliches neues Jahr! 新年快乐

Martina 

PS: ich habe nicht diesen Bambus-Dämpf-Einsatz, den man in der chinesischen Küche verwendet sondern so einen Topf:


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1 Comment

  • Liebe Martina,
    Das hört sich total gut an! Ich wollte auch schon immer diese chinesischen "Klöße" machen und wusste nie, wie! Ich werde das sicherlich ausprobieren, allerdings ohne Fleisch 😉
    Viele Grüße, Izabella

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