Klein aber fein…. unser Zuhause auf Rädern

Seit Oktober 2014 haben wir einen kleinen Wohnwagen. Der Entschluss einen Wohnwagen zu kaufen kam in unserem ersten Zelt-Urlaub im August am Chiemsee. Dauerregen und Eiseskälte. Wir haben ungemütlich gelegen, gefroren und ich war genervt, den Kindern ständig sagen zu müssen, daß sie auf gar keinen Fall die Zeltwände berühren dürfen.
Wir überlegten damals, ob wir uns also eine komplette Camping-Ausrüstung kaufen wollen (neue Schlafsäcke, super Isomatten, Tisch und Stühle, neues großes Familienzelt,….) oder ein paar Euro mehr investieren und eben einen Wohnwagen kaufen.
Flexibel und spontan wollten wir sein. Bei schönem Wetter einfach los fahren können ohne erst stundenlang Zeug aus dem Keller ins Auto zu schaffen, Zelt aufbauen…dann abbauen, alles in den Keller schaffen…
Unser kleiner KIP WohnwagenWir suchten im Internet und bei einigen Händlern in der Umgebung. Auf ebay wollte ich nix kaufen, wer weiß, wie die Wohnwagen dann tatsächlich innen sind, ob die müffeln, feucht sind oder sonst was. Auch nicht oll und runtergekommen sollte er sein. Und vor allem hässlich von innen. Ihr glaubt nicht, was wir uns für hässliche Wohnwagen angesehen haben, die Muster der Stoffe sind oft sooo hässlich, ich kann das gar nicht verstehen, dabei sind die dann auch richtig teuer!
Bei einem Händler wurden wir dann endlich fündig und hatten zur Wahl: einen von Knaus mit Stockbett für die Kinder, wenig Staufläche in den Schränken, kleine Mini-Küche. Hier und da musste man etwas werkeln und verschönern. Das Polster war jetzt nicht Augenkrebs-Verdächtig, aber schön eben auch nicht. Aber ok.
Man hätte das ein oder andere Fenster austauschen müssen, Regalbretter einbauen, die Fronten den Schränke bei Gelegenheit erneuern……
Oder eben unseren, einen holländischen KIP. Na, wenn wer weiß wie man Wohnwagen baut, dann doch wohl die Holländer 🙂
Dieser hatte helle weiße Möbel, viel Staufläche, eine größere Küche und einfache blau-beige karierte Polster. Er war soweit in Schuss, daß man ihn nur sauber machen müsste (ohne Hochdruckreiniger, denn er war eigentlich sauber), durchsaugen und anhängen und dann los!
Dafür hatte er nur eine große Sitzecke, demnach nur ein großes Bett. 2x2m oder so. Kein extra Bett für die Kinder. Schlimm oder egal? Nehmen und los oder doch noch weiter suchen? Der Preis war aber wahnsinnig gut für den Top-Zustand.
Wir haben nicht lange überlegt und ihn gekauft. Eine Woche später konnten wir ihn mit unserem Wunsch-Nummernschild abholen. Wir waren alle sehr aufgeregt, vor allem mein Mann, der vorher noch nie mit Anhänger gefahren ist.
Wir stellten ihn also in unseren Hof, ließen Staubsauger anrücken und wischten, saugten und wienerten.
Hier und da gab´s Kleinigkeiten für meinen Mann zu richten. Nix dramatisches. Und in der ersten nacht schliefen wir alle zusammen im Hof in unserem neuen Zuhause auf Rädern. Abends bestellten wir Pizza, die wir zusammen mit der Oma an unserem neuen Tisch aßen, morgens kam sie mit frischen Semmeln und Kaffee zum Frühstücken in unseren Wohnwagen.
Herrlich!
Inzwischen haben wir noch ein paar Dinge dazu gekauft, optimiert und ausgewechselt. 
Unser Wohnwagen hat 2 neue Dachluken bekommen. Dann hat mein Mann eine Gas-Steckdose am Wohnwagen angebracht, an der wir unsere neue Outdoor-Küche anschließen können. Eine Falt-Küche mit Campinggaz-Kocher drauf.
Wir haben einen Tisch von Outwell gekauft, der sich perfekt zusammen klappen lässt und genau in einen der Staukästen passt.
Outdoor-Küche vor unserem Wohnwagen
Mein Mann hat auch noch eine Wäscheleine gebaut, die nicht wie üblich an einer Wohnwagenseite entlang gespannt wird, sondern nur hinten gespannt ist, da die Handelsübliche Vorrichtung an unserem Vorderfenster nicht angebracht werden kann.
Neben den Crogs für die ganze Familie haben wir noch einen kleinen Handstaubsauger gekauft, der im Bad fest installiert ist.
Eine Ikea-Schreibtischlampe wurde umgebaut und dient nun als Leseleuchte. Ach, und eine Kuscheldecke und warme Socken haben wir ja für alle gekauft, die immer im Wohnwagen bleiben.
Neben die Türe kommt ein Schuhregal, daß ich bei Rossmann gekauft habe. Umfunktioniert, damit es an dieser Kederschiene eingehängt werden kann. Und im Schrank haben wir dieses Faltregal von Ikea.

Kederschienen sind soooo praktisch!

Schuhregal vor dem Wohnwagen

Im Bad sind unsere Utensilien in kleinen Körbchen untergebracht. Die Zahnbürsten etc. habe ich im Moment in einem Hänge-Waschbeutel, aber ich wünsche mir zu meinem Geburtstag einen Hänge-Waschbeutel von Reisenthel. Der ist dann schöner. Und passt zu den diversen anderen Taschen die ich bereits von Reisenthel besitze 🙂

Ordnung in den Wohnwagen bringen....Ordnung in den Wohnwagen bringen....

Für das vordere Fenster haben wir eine Plane gekauft, die in die Kederschiene eingezogen wird. Dann hat mein Mann eine Stütze gebaut, die in die Griffe gesteckt wird und so die Plane abstützt. Wir haben somit die Möglichkeit, das Fenster be starker Sonneneinstrahlung etwas besser zu schützen. Wer weiß, ob wir in Italien nächste Woche starke Sonneneinstrahlung haben…

Sonnenschutz für den Wohnwagen DIY
Sonnenschutz für den Wohnwagen DIY

Die Besteckschublade ist mittlerweile auch fest bestückt, ich muss also hier nichts mehr ein- oder ausräumen. Unser Campinggeschirr ist auch fest im Wohnwagen verpackt. Das einzige, was ich vor den Reisen einpacken muss sind Lebensmittel (wobei ich eine Grundausstattung aus Wasser, Milch, Nudeln, Sauce, Salz, Kaffee, Zucker und Kakao im Wohnwagen habe), ein großer Topf und eine Pfanne.
Wenn wir über Pfingsten nach Italien fahren nehmen wir noch ein 2-Mann-Wurfzelt mit. Da drin dürfen die Kinder dann schlafen, denn ich glaube, es wird auf Dauer dann doch etwas eng im Wohni. 2 Wochen am Stück.
Was wir alles in Italien erleben und wie der Campingplatz (wir haben uns für den Jesolo International entschieden) dort ist, könnt ihr dann hier lesen. 
Bis bald!
Martina

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